Mittlerweile sind meine ersten 24 Stunden im Elefantencamp schon um und ich kann sagen, dass es mir ziemlich gut hier gefällt.
Kurz nach meiner Ankunft gestern wurde mir zuerst meine Unterkunft gezeigt. Primitiv aber ausreichend, denn ich bin eh immer nur unterwegs.
Keine fünf Minuten später darf ich dann meinem Elefanten für die nächsten zwei Wochen guten Tag sagen und ganz wohl ist mir dabei nicht. Es ist ein Elefantenbulle der auf den Namen Pipo hört, knapp 5 Meter groß ist und somit der größte Elefant im Camp. Er gehört zu den Showelefanten, denn er kann ein paar Instrumente spielen und zur Musik tanzen.
Aber er ist so groß, denke ich nur und es geht weiter zur nächsten Station und innerlich muss ich die fünf Meter erstmal schlucken. Ist schon ein Unterschied wenn man vorher immer nur Elefanten in größerer Entfernung im Zoo gesehen hat und plötzlich direkt vor einem steht und fünf Meter sind einfach mal nicht ohne.
Als nächstes geht es zur Vitaminstation, wo wir kleine Päckchen mit Vitaminkörnern packen und auf die Elefanten warten. Von den 60 kommen die meisten direkt zu uns und wir stecken sie ihnen direkt ins Maul oder manchmal kommt der Mahout (Elefantentrainer) und holt sich es für seinen Elefanten.
Dann habe ich ersteinmal kurz Pause in der ich zu meinem Elefanten gehe und ihn mir anschaue. Ich bleibe dabei, er ist einfach riesig.
Dann ist es 16 Uhr und das bedeutet Badezeit. Ich treffe mich mit meinem Mahout bei Pipo und zuerst werden die Elefantenkokosnüsse eingesammelt und der Dreck weg gefegt und dann setzt sich Pipo hin und ich soll auf ihn heraufklettern. So ganz wohl ist mir dabei nicht und ich zögere etwas aber ein Nein gibt es nicht. Ich klettere direkt auf seinen Hals und sitze dann direkt hinter seinen Ohren und hinter mir mein Mahout. Und kaum hat dieser sich hingesetzt steht Pipo auf und der Ritt beginnt. Ganz langsam geht es in Richtung Fluss, und nach ein paar Minuten kann ich es auch genießen. Er schaukelt ein wenig und bewegt ab und zu seinen Kopf, mit dem Rüssel immer auf Suche nach Nahrung. Ganz behutsam steigt er die Treppen zum Fluss hinab und läuft bis in den Fluss hinein um sich hinzusetzen. Dann klettern wir hinunter und bespritzen ihn mit Wasser um ihn dann abzuschrubben. Pipo liegt auf der Seite und genießt es richtig. Aus dem fünf Meter großen Riesen ist ein kleines Baby geworden was verwöhnt wird. Neben uns sind noch sieben andere Elefanten im Wasser und werden sauber gemacht. Irgendwann beginnt die Wasserschlacht und alle sind nass, klar sind die Elefanten im Vorteil. Als wir Pipo dann von beiden Seiten sauber gemacht haben, setzt er sich wieder hin und wir klettern wieder auf ihn um zurück zu seinem Platz zu reiten. Es geht über die Straße und mittlerweile macht es einen Heidenspaß. An seinem Platz hat Pipo dann die Aufgabe seine Maisstangen zu holen und zu seiner Kette zu schleppen, danach klettern wir herunter und er wird wieder angekettet. Das war er also, mein erster Ritt auf meinem Elefanten.
Das Elefantenbaden findet zweimal am Tag statt, nachmittags gegen 16 Uhr und früh um 6 Uhr. Kurz vorher stehe ich auf um mich einfach anzuziehen und zu Pipo zu gehen. Mit Bananen wurde er heute begrüßt bevor es wieder zum Fluss ging.
Ich glaube, ich bin noch nie so gerne aufgestanden zu so einer frühen Zeit um arbeiten zu gehen. Aber es stimmt, ich gehe mit einem Lachen durchs Leben.
- Lin.
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