Donnerstag, 14. Mai 2015

Gedankengulasch

Es ist abends geworden hier in Australien. Die Sonne ist schon lange weg, draußen nieselt es und alles wirkt etwas trostlos. Flughafenatmosphäre. Unpersönlich. Uninteressant. Kalt. Das dauernde Laufen der nahegelegenen Rolltreppe höre ich schon nicht mehr und die Kälte der Klimaanlage versuche ich mit meiner Jacke zu bekämpfen.

Wer schon mal länger auf einen Anschlussflug warten musste, kennt das. Zeit kann sich echt ziehen, besonders abends wenn der komplette Flughafen etwas leerer wird. Alles wird langsamer.
An der Sicherheitskontrolle ist man der einzige Passagier, das Restaurant hat schon nicht mehr alle Speisen im Angebot und wo sind eigentlich all die anderen Reisenden?
Besonders gefällt mir das Warten auf die Bekanntgabe des Gates. Stundenlanges Warten in denen man nichts machen kann, weil man nicht weiß wohin man muss. Und dann hat man plötzlich nur noch 30 Minuten Zeit um ins Flugzeug zu gelangen. Werde ich nie verstehen.

Mein Gate wird in drei Stunden bekannt gegeben. Solange sitze ich hier, liegen trifft es eher denn Melbourne hat mal mitgedacht und keine Armlehnen zwischen die Plätze gebaut. Jetzt können sich Riesen, wie ich einer bin, auch mal entspannt hinlegen und die Beine strecken. Macht noch viel mehr Spaß wenn kaum ein anderer da ist und man so etwas wie Ruhe findet. Am Ende ist es dann doch nur ein Flughafen und ehrlich gesagt schwirren mir auch zu viele Gedanken im Kopf herum.

Am meisten beschäftigt mich zur Zeit die Frage wo mein MP3 Player abgeblieben ist. Normalerweise wäre es eher die Sorge, dass ich meine Shuttle nicht finde. Oder das mein Rucksack irgendwo zurück geblieben ist. Oder das ich doch noch nen Flug verpasse. Vielleicht werde ich ja auch wieder krank und muss wieder ein Projekt absagen.
Ich könnte noch einiges mehr aufzählen, aber am Ende lässt es mich eh nur kalt. Denn wo ist mein Player verdammt nochmal?

Vermutlich im großen Backpack, kann ich jetzt eh nicht mehr kontrollieren. Mist. Dreh ich mich eben nochmal um und schlaf noch ein wenig. Mit meinem besten Freund, dem Teddy im Arm.

- Lin.

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