Sonntag, 10. Mai 2015

Mit der Ente beim Abwaschen

Ist viel passiert in den letzten Tagen. Jetzt sitze ich hier im Holiday Park in Rotorua auf der Wiese und genieße die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Man merkt, dass der Herbst kommt denn es wird kalt und die Bäume verlieren ihre Blätter. Schon komisch, Herbst im Mai. Aber ich befinde mich auch ziemlich weit unten auf der Südhalbkugel und trotzdem ist es ganz nett hier.

Mein Plan war eigentlich ebenfalls als Freiwillige tätig zu werden. Nachdem ich aber nach meiner Ankunft ziemlich direkt im Krankenhaus gelandet bin, durfte ich das über den Haufen werfen. Ganze fünf Tage behielten sie mich dort und es waren harte Tage. Lieg mal 16.000 km von zuhause entfernt im Krankenhaus - da kommt keiner mal eben auf nen Besuch vorbei. Für die meisten ist es schwer sich das vorzustellen, jedenfalls was ich gemerkt habe. Ich solle mich zusammen reißen, bald wäre ich wieder draußen und das alles würde mich stärker machen. Ganz ehrlich? Geholfen hat das alles nichts. Fakt ist nämlich, ich war allein. Vielleicht bin ich hart im nehmen, immerhin mache ich eine Weltreise mit gerade einmal 18 Jahren, aber jeder Mensch hat Grenzen. Meine war dort erreicht und da hilft gutes Zureden auch nicht mehr. Alles nette Gesten aber mir war einfach nicht danach.
Nachdem ich endlich entlassen wurde, hieß es erst einmal wieder gesund werden und das richtige Neuseeland entdecken. Zeit hatte ich, denn mein Projekt war eh schon abgesagt.

Früher als geplant kam dann auch meine Schwester nach Neuseeland und zusammen erkundeten wir erst Auckland, um dann unseren Roadtrip zu beginnen.
Und ja, mittlerweile habe ich einige Facetten von Neuseeland gesehen. Ich bin auf dem SkyTower in knapp 200 m Höhe umher gelaufen, das ist mit 326 m immerhin das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre. Ich habe dem wohl bekanntesten Tier des Landes, dem Kiwi, einen Besuch abgestattet und am Ende von dieser Tour eine Patenschaft für ein Jungtier übernommen. Ich habe einiges über die Geschiche Neuseelands in Bezug auf Natur und Historie gelernt und heute Abend kommt ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: die Maori-Kultur.

Ich bin immer noch krank, aber zumindest kann ich wieder das machen, was mir am liebsten ist: reisen.

- Lin.

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