Montag, 23. Februar 2015

Aller Anfang ist schwer

Berlin, 5 Uhr morgens. Ich beginne meine Weltreise ziemlich übermüdet und in der Hoffnung nichts vergessen zu haben. Der Flug nach Frankfurt verläuft ohne Probleme und selbst wenn doch, ich hätte es durch mein schlafen eh nicht mitbekommen. In Frankfurt empfiehlt es sich wach zu sein, denn dieser Flughafen ist verdammt groß und zum Glück auch sehr übersichtlich. Dagegen muss ich Sicherheitskontrollen 2, 3 und 4 nicht verstehen, aber was muss, dass muss (leider). Der zweite Flug dauert mit 12 Std. sehr lange und wird gerade zum Ende hin sehr zäh. Angenehm war definitiv die vorhandene Mediathek, unter anderem mit aktueller Dokumention über einen Herrn Reus, aber auch die gefühlt im fünf Minuten Takt erfolgende Verpflegung. Weniger toll die Sitzlage, man kommt sich wie ein Riese vor der auf einem Platz für Zwerge sitzt und die fehlende Miniklimaanlage über dem Kopf - Langzeitsauna war angesagt. Allerdings habe ich die Unterhaltungen mit meiner Sitznachbarin Sigrid sehr genossen und anderthalb Stunden vor Bogota durften wir einen tollen Sonnenuntergang hoch über den Wolken genießen.
In Kolumbien hieß es dann warten, ziemlich anstrengend wenn man übermüdet ist und immer noch zwei Stunden Flug vor sich hat. In Quito angekommen bin ich auch erst aufgewacht beim Landeanflug kurz vor Bodenberührung.

Die Fahrt nach Quito um Mitternacht war ein Mix aus dem Versuch nicht einzuschlafen und der Neugierde. Durch die verschiedenen Lichter erweckt es den Eindruck ziemlich groß zu sein, durchaus berechtigt mit rund 2,4 Millionen Einwohner. Aber durch die Dunkelheit wird einem die Möglichkeit genommen sich einen ersten Eindruck zu machen. Ich sehe nur verlassene Häuser und Straßenzüge. Vom Flughafen geht es erst einen Berg hinunter und dann wieder hoch. Es gibt viele Kurven. Und ich sehe immer nur ein Richtungsschild nach Quito. Dann plötzlich sind wir mittendrin im Nachtleben im Stadtteil Mariscal, dort wo auch meine Unterkunft liegt. Viel sehe ich nicht mehr eh meine Augen zu sind und ich endlich zur Ruh kommen kann.

Nächster Morgen. Ich lerne meine Zimmernachbarin Judith aus Holland kennen. Kurz darauf auch noch Louise, Berlinerin, und Connie aus Schottland. Zusammen geht es erstmal ein paar Straßen weiter frühstücken und nach drei Jahren als Vegetarierin esse ich wieder Fleisch, anscheinend gehört es hier zum (typischen) "desayuno americano" dazu.
Dann geht es in den Parque de La Carolina, ein sehr großer Park im Norden von Mariscal mit vielen Freizeitangeboten. Und es ist einiges los, denn es ist Sonntag und es sind sehr viele Familien unterwegs. Wir verziehen uns in den Botanischen Garten, der sich im Park befindet. Dort bekommt man einen Eindruck von den verschiedenen Vegetationszonen Ecuadors und anderen Ländern Südamerikas.

Das war es dann mit der heutigen Besichtigung dieser Stadt, denn auch bei mir macht die Höhenkrankheit Halt. Weswegen ich jetzt in meinem Bett liege und mich ausruhe. Immerhin tauche ich ab morgen ab in die Welt des Spanisch lernens.

- Lin.

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