Diesmal ging es nach Berlin zu einem gefühlten Heimspiel, denn bei ungefähr der Hälfte des Stadion waren nur schwarzgelbe Farben zu erkennen. Schon die Anreise lies die Freude steigen, denn ab Hauptbahnhof schallten durch den gesamten Bahnhof unsere Fangesänge, die umso lauter wurden je näher man den S-Bahn Gleisen kam. Ebenfalls rund um das Olympiastadion, logischerweise besonders am Gästeeingang, waren meist nur Borussen zu sehen. Und einige davon kannte sogar ich: diesmal gab es ein relativ kleines Treffen und auch dabei habe ich einige neue Leute kennen gelernt. Für mich ist es schon ein Highlight des Tages, denn ich mag unsere kleine familiäre herzliche Atmosphäre und unsere Vorfreude auf das bevorstehende Fußballspiel.
Danke an Tobias, Jasmin, Florian, Laurin, Luca und Erik.
Nicht zu sehen sind Patrick und seine Mutter. :)
Zu Jasmin möchte ich noch ein paar besondere Worte verfassen, denn sie hatte eine wirkliche Überraschung für mich mitgebracht aus Dortmund. Wer mich kennt, weiß, dass ein gewisser Lukasz Piszczek mein absoluter Lieblingsspieler ist und Jasmin hat mir dann eine ganz besondere Autogrammkarte besorgt: mit Unterschrift und mit meinem Namen, den er alleine drauf geschrieben hat. Oh man, ich war hin und weg und ich bin es immer noch. DANKE Jasmin!
Danach ging auch schon in Richtung unserer Plätze die sich diesmal direkt neben dem Gästeblock auf der Zusatztribüne befanden, und allein das war schon so ein Erlebnis für sich. Wenn man davor steht fühlt man sich erstmal mächtig klein und es erinnerte auch mehr an ein wackeliges Baugerüst als an eine standhafte Tribüne die das starke Hüpfen aushält. Nach 90 Minuten war aber die Gewissheit da, dass alles hält wie es sollte. Trotzdem bevorzuge ich dann doch eine "richtige" Tribüne.
Das Spiel an sich war nun ja.. einfach nur Scheiße. Von unseren Plätzen hatten wir eine richtig gute Sicht über das gesamte Spielfeld und irgendwie haben wir jeden kleinen Fehler gesehen, jeden Fehlpass und jede verpatzte Torchance. Es war intensiv, aber nur für die Nerven und deprimierend. Mit jeder Minute, die verging, schwand die Hoffnung auf eine minimale Wendung, dass es doch noch ein Happy End gibt. Aber diese Hoffnung hat sich wohl doch schon vor einer etwas längeren Zeit verabschiedet.
Gänsehaut pur gab es als nach dem Spiel die Mannschaft vor den Block kam und sich verabschiedet hat bzw. bedankt hat, denn eins kann ruhig mal gesagt werden: auf uns Borussen ist Verlass.
Weniger erfreulich war dann die Abreise, denn wie sollte es anders sein in Berlin, gab es Probleme mit der S-Bahn. Bei unserer Ankunft am S-Bahnhof war es schon relativ voll und die ersten Bahnsteige waren auch schon gesperrt. Warum bleibt fraglich, denn bei 10 zur Verfügung stehenden Gleisen standen nur zwei Bahnen zur Verfügung. Wann, wie und wo die nächsten kamen wurde natürlich nicht bekannt gegeben und nach einer halben Stunde warten mussten wir dann ein Gleis wechseln. Die kleine Hoffnung auf eine baldige Abreise wurde aber jäh zerschlagen, als wir in einer S-Bahn standen und wieder nichts fuhr. Dazu kam dann noch ein kleiner Polizeieinsatz da zwei Fans kurz vor einer Prügelei standen. Wie ich heute erfahren durfte, war eine Station vor uns dieser Fall schon eingetreten und es kam zu einem größeren Polizeieinsatz. Ebenfalls befanden sich dann noch Personen im Gleisbett was zu einer Sperrung der kompletten Gleise führte. Liebe Bahn, was hindert euch daran mal euer Servicepersonal zu informieren oder sogar gleich die wartenden Fans?
Alles in allem war es dann ein klassischer Fußballtag: tolle Leute, Bier (was durch Glühwein ersetzt wurde), ein intensives Spiel (mit schlechtem Ausgang) und wie immer wahnsinnig gute Stimmung im und um das Stadion herum.
- Lin.






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