Nun bin ich mittlerweile seit fast zwei Tagen wieder zuhause und ich komme mir irgendwie vor wie in einer Blase. Innerlich hänge ich noch irgendwo zwischen Camino und Zuhause und so ganz möchte ich auch noch nicht mit Spanien abschließen. Mit Stolz habe ich natürlich schon meiner Familie meine ganzen Compostelas präsentiert und ihnen den Credencial mit all den Stempeln gezeigt, ebenfalls habe ich mir auch schon meine wenigen Fotos vom Jakobsweg angeschaut, was mich wiederum etwas traurig gemacht hat. Worüber ich dagegen sehr froh bin, dass ich mich mit anderen Pilgerfreunden austauschen kann, müssen sie doch das alles ebenfalls durchmachen.
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Allein für diese wenigen Zeilen habe ich lange braucht, einfach nur um über die Formulierungen nachzudenken. Deswegen gibt es jetzt einfach noch ein paar Bilder vom Jakobsweg für euch.
Meine absolute Lieblingskirche, also eher eine Kathedrale: León. Etwas düster, aber die Glasfenster sind wirklich traumhaft, in ihnen kann man sich für eine Zeit lang verlieren. Kleiner Tipp: am Nachmittag reingehen wenn die Sonne sehr tief steht, dann scheint sie besonders stark durch die Gläser. :)
Das bin ich. Voller Stolz, dass es laut Markierung nur noch 100 km waren. Nach bereits absolvierten 640 km also nur noch ein Katzensprung.
Und dann war er da, der Tag an dem wir Santiago erreichten. Fassungslos und voller Glück steht man dann vor der Kathedrale und genießt einfach den Moment.
Nach 840 km waren wir dann am Ozean, das Ende der Welt. Traumhaft.
- Lin.




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