Das in etwa singt Helene Fischer in einem ihrer Lieder und vermutlich hätte ich ihr vor ein paar Wochen auch noch zugestimmt. Aber es ist einiges passiert, nicht nur in meinem Umfeld sondern auch mit mir.
Während ich den Jakobsweg gepilgert bin, habe ich oft darüber nachgedacht welche Beweggründe ich für meine Pilgerschaft habe. Den einen Grund, den viele hatten, den habe ich leider nicht. Klar wollte ich das Land sehen, einfach wieder mal wandern und was neues ausprobieren. Aber besonders wollte ich die Zeit für mich haben. Die Zeit mich mit Dingen in meinem Leben auseinander zu setzen die mich schon relativ lange beschäftigen.
Man sagt, dass man Dinge aus der Vergangenheit ruhen lassen soll, aber das konnte ich bisher nicht. Nein, ich konnte nicht akzeptieren, dass es das
Was mich ebenfalls sehr beschäftigt ist diese eine Frage, was nach meinem Auslandsjahr mal kommt. Schon während ich gelaufen bin, habe ich gemerkt wie sehr ich diese Freiheit liebe und immer weniger Lust auf Uni und Studentenleben habe. Aus meinem eigenen Umfeld bekomme ich mit, wie fast alle meiner Freunde an einer Universität aufgenommen wurden, wie sich jetzt durch Fachliteratur und Seminare kämpfen und erneut gesagt bekommen was sie zu machen haben. Meine Mutter sagt mir, dass ich nicht zur Uni gehen bräuchte aber wir wissen beide welchen Wunsch sie für mich hat.
Ich kann es aber nicht mehr, nach all den Jahren in der Schule habe ich genug von diesem "Mach dieses und mach jenes..". Mit jedem Schritt wurde mir mehr bewusst wie sehr ich mir diese Freiheit bewahren möchte und dass es nur darauf ankommt was ich allein brauche.
Ja, ich habe mich sowohl nach außen als auch nach innen weiterentwickelt. Ich komme mir selbst etwas aufgeräumter vor und wesentlich zufriedener. Das ist vermutlich die größte Aufgabe auf dem Jakobsweg: sich das Glück bewahren.
- Lin.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen