mittlerweile sind diese Beiträge im Moment für mich die einzige Möglichkeit um mal geschlossen in Deutsch zu schreiben / zu denken. Elena versteht nämlich kein Deutsch, sondern nur Spanisch und Englisch, weswegen wir uns komplett in Englisch unterhalten. Tja, klingt positiv, ist aber die Hölle (für mich). Ich habe in der Schule gelernt, wie ich Analysen in Englisch schreibe, oder Statistiken auseinander nehme. Wie aber erklärt man jemanden, was Russisches Brot oder Pesto ist, wenn derjenige es noch nie gesehen hat? Da kann man im Supermarkt nicht mal schnell im Wörterbuch nachschauen. Also wird erklärt, umschrieben oder eventuell nach dem spanischen Wort gesucht. Notfalls wird eben mit Händen und Füßen übersetzt.
Lustig ist es mittlerweile auch, wenn ich irgendwann mal wieder Deutsch spreche und mir deutsche Wörter komplett entfallen. Hehehe.
Auch diesen Tag haben wir komplett in Berlin verbracht. 8 Stunden quer hindurch.
Startpunkt war heute das Brandenburger Tor (erklär das mal einer Spanierin), und es hat sich gelohnt früh aufzustehen, denn es war wirklich sehr leer auf dem Pariser Platz. Wir konnten in Ruhe alle möglichen Arten von Bildern machen, und kein anderer Tourist ist mal eben durchs Bild gerannt.
Danach haben wir uns dann einen Weg durch die Fanmeile zum Reichstag gesucht, um dort das neue Sicherheitskonzept bestaunen zu können. Als ich das letzte Mal vor Jahren drin war, gab es das noch nicht, somit war es eine kleine Überraschung für uns beide. Also erstmal zur Anmeldung gehen, sich einen Termin holen, um dort zu erfahren, dass das nächstmögliche Zeitfenster erst in zwei Stunden ist. Das haben wir dann trotzdem genommen, und die Wartezeit haben wir mit shoppen verbracht, schließlich gibt es Unter den Linden eine Menge an Souvenirshops, Elena wollte ja eh noch Mitbringsel suchen.
Eigentlich wollte ich nichts kaufen, aber das musste mit, denn jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich an JFK interessiert bin. ;-)
Zwei Stunden später durften wir uns dann an die Schlange beim Einlass anstellen, dauerte zum Glück aber nicht lange. Dort erfuhren wir auch, dass die Kuppel wegen Reinigungsarbeiten gesperrt ist (Na toll!). Nun war es eh zu spät, also rein in die Security-Hochburg vom Reichstag, und wirklich, es sah aus wie auf dem Flughafen. Allerdings waren die Trinkflaschen, sofern aus Plastik, erlaubt.
Wer glaubt, es damit geschafft zu haben, irrt sich. Als nächstes mussten wir wieder warten, um dann in einer kleinen Gruppe durch eine zuständige Begleitung in das Gebäude gehen zu können. Wieder mussten wir eine Sicherheitsschleuse passieren, um dann in einen Fahrstuhl steigen zu können.
Oben angekommen, durften wir dann endlich auf die Terrasse und konnten die schöne Aussicht bei Sonnenschein genießen. Von dort hatte ich auch eine Möglichkeit, Elena die Hauptpunkte der Berliner Skyline zu zeigen und zu erklären (dem spanischen Begleitheft sei Dank!).
Oben auf der Terrasse hat Elena dann die Siegessäule (the golden thing) entdeckt, und wollte sich das dann genauer anschauen. Also rein in die U-Bahn, S-Bahn und wieder U-Bahn und noch ein wenig laufen um dann direkt davor zu stehen. Direkt hochgehen wollte sie dann nicht, war ihr etwas zu hoch, aber es hat ihr gefallen. Noch ein paar Fotos gemacht (Touris eben) und weiter im Programm.
Den Abschluss für heute bildete dann das Schloss Charlottenburg. Ich selbst war dort auch noch nie, und somit war es für uns beide eine Premiere. Mitten in Charlottenburg gelegen hat es mich irgendwie an eine Oase erinnert, so ruhig und still. Spätestens im Schloss war man dann wie in einer anderen Zeit und auch Elena hat es sehr gefallen. Für uns beide hatte es den Vorteil, dass wir zu unseres Eintrittskarten einen Audioguide bekamen, sie nahm spanisch und ich deutsch. Endlich verstand man mal wieder alles. ;-)
- Lin.
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